Typo? Kunst? Oder?

Zum Ende des Wintersemesters denke ich mal wieder darüber nach, mit welchen neuen Themenvorschlägen und Projektideen ich meine Studenten des Sommersemesters beglücken und möglicherweise begeistern kann, beziehungsweise – nicht ganz so euphorisch formuliert – konfrontieren darf. Vielleicht mit etwas weniger Typo-Handwerk und einem größeren »künstlerischen« Gestus? Ist das ein Luxus, den ich mir auf Kosten der Grundlagen – es gibt immer noch zu viele falsche Gänsefüßchen in den Arbeiten! – leisten kann?

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Ich bin gerade im Web über die Arbeiten des New Yorker Künstlers Christopher Wool gestolpert. Als ein Kind der Postmoderne mag ich diese Sprachbilder aus den späten 1980er Jahren. »Das Wort als plastisches Material in der Malerei steht immer gegen das Wort als Syntax«, lese ich auf einer Website.

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Aber auch die »Zerschriftungen« des Pavel Richtr sind Arbeiten, die mich ansprechen und die ich gern den Studenten zeigen würde. Unsicher bin ich mir, ob sie auf meine Studenten ebenso inspirierend wirken wie auf mich und ob sie etwas in Bewegung setzen können oder ob sie – schlimmstenfalls – zur gedankenlosen Nachahmung einladen. Welches konkrete Lernziel – welch ein schreckliches Wort in diesem Zusammenhang – könnte ich damit verbinden?

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Kann es – auf spielerische Weise – als intellektuelle Herausforderung begriffen werden? Oder wird es als Spleen des Dozenten interpretiert und als eine Art museales »Graffiti für Erwachsene« (miss)verstanden? Ich denke noch mal zwei Wochen darüber nach …

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