Posts Tagged ‘Ballett’

»Das Goldene Zeitalter«

Februar 17, 2015

Ein letztes Plakat in diesem Semester … In vielen bisherigen Projekten war es ein Tabu, das eingesetzte Foto eines Fotografen zu verfremden. In diesem Projekt durfte man das Foto modifizieren. Inspirieren lassen konnten sich die Studenten des 3. Semesters der Kunstschule Wandsbek durch die Musik, die Choreografie und das Bühnenbild des Tanztheaters – Youtube macht es möglich. Explizit forderte ich die Teilnehmer meines Typografie-Seminars auf, den Schwung und den Witz von Schostakowitsch’ Ballett auch im Plakat sichtbar zu machen. Nicht wenige Studenten folgten der Einladung, die »Zeilen doch mal tanzen« zu lassen. Einige der besten Arbeiten will ich hier zeigen.
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Sarah Bockholt

[1] Layout von Sarah Bockholt
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Das Frühlingsopfer

März 15, 2009

Im Typografie-Unterricht des 3. Semesters galt es, ein Plakat für eine fiktive Ballett-Aufführung des ebenso fiktiven Tanztheaters Wandsbek zu gestalten. »Le Sacre Du Printemps«, 1913 von Igor Strawinski komponiert, ist ein Schlüsselwerk der Musik des 20. Jahrhundert. Dieses Werk sollte in zwei möglichst unterschiedlichen Versionen beworben werden. Die erste Version gab den Studenten alle Freiheiten. In der zweiten Version durften nur zwei Farben und die Schriftfamilie Univers eingesetzt werden. Illustrationen und Fotos waren hierbei nicht erwünscht. Zur Inspiration verwies ich auf die Aufführung des Wuppertaler Tanztheaters Pina Bausch aus den 1970er Jahren. Ich zeige einige der – wie ich finde – besonders gelungenen Arbeiten.

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Mandy Flemming

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Sebastian Gaulke (links), Mandy Jochmann (rechts)

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Jessica Bader

Die Typografie zum Tanzen bringen

Januar 4, 2009

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Der in Brooklyn lebende und arbeitende Künstler und Grafiker Ebon Heath hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Schrift von den Fesseln einer gedruckten Seite zu befreien. In seinem »Typografischen Ballett« bringt er die Schriftzeichen zum Tanzen. »Stereo.type – A Typographical Ballet« hieß denn auch die Ausstellung in der Londoner Galerie Carte Blanche im Sommer letzten Jahres. (Kann man soetwas nicht auch einmal im Musum für Kunst und Gewerbe hier in Hamburg zeigen?) »Stereo.type explodes the written word.« schreibt AllBuyArt. In seinen Wolken aus Wörtern – diesen schwebenden, taumelnden Skulpturen – finden wir Textfetzen aus Musik, Kunst und Religion. Sie verschmelzen zu einer Kakophonie der Sprachen.

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Ganz ohne Typo, aber deshalb aber nicht weniger sehenswert: Heath verleiht der allgegenwärtigen Obamaisierung neue (und alte) Gesichter.