Posts Tagged ‘Editorialdesign’

Editorial Design (Vol. 8)

September 24, 2015

Auch im Sommersemester 2015 standen für die Studenten des dritten Semesters der Kunstschule Wandsbek einige kleine Ausflüge in die Welt des Editorial Designs auf dem Lehrplan. So konnten Sie zum Beispiel den Fotokatalog »Mein typografisches Hamburg« mit selbst geschossenen Bildern layouten oder ein echtes Interview mit Peter Handke für ein fiktives Literaturmagazin inszenieren.

Pflicht für alle hingegen war der Entwurf eines typografischen Portfolios, das alle fünf bis sechs Arbeiten, die in meinem Typografieseminar des vergangenen Semesters entstanden sind, präsentieren und kritisch reflektieren sollte. Keine leichte Aufgabe für den kreativen Nachwuchs. Einige wenige ausgewählte Arbeiten habe ich auf einem »Plakat« zusammengestellt.

Editorial Design

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6 in 1 — Typografie-Portfolio (Vol. 7)

September 21, 2014

Im Laufe des dritten Semesters wurden bis kurz vor den Herbstferien 2014 in meinem Typografie-Seminar sechs Projekte erstellt. Für jedes dieser Projekte hatten die Studenten zwei, maximal drei Wochen Zeit. Die entstandenen Arbeiten in einer kleinen, 20- oder 24-seitigen Broschüre vorzustellen und kritisch zu reflektieren, war die siebte und letzte Aufgabe.

Auch für mich war dieses ein sehr interessantes Projekt, weil ich so einiges mehr über die Denk- und Sichtweisen meiner Studenten an der Kunstschule Wandsbek erfahren konnte. Ausgewählte Titel- und Doppelseiten der Typografie-Portfolios will ich hier zeigen.

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Maximilian Alexander Dammert

Layout: Maximilian Alexander Dammert
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Ein typografisches Kompendium – Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 6)

März 16, 2014

Als letztes Projekt im dritten Semester sollten die Studenten meines Typografieseminars an der Kunstschule Wandsbek eine 16seitige Broschüre gestalten. Die Aufgabe sollte eine gewisse Komplexität aufweisen und die Studenten gleich mehrfach fordern. Es galt, eine Schriftfamilie bzw. Schriftsippe vorzustellen. Als Zielgruppe imaginierten wir interessierte Laien und Typografie-Anfänger.

Um dieses Projekt zu wuppen, waren freilich eigene Recherchen notwendig. In der Fachliteratur und im Web mussten also Informationen über die Schrift selbst, die Klassifikation, die Anzahl der Schnitte, ihre anatomischen Merkmale und Besonderheiten recherchiert werden. Aber auch der Schriftgestalter und/bzw. der Schriftdesigner, der diese Schrift digitalisiert hat, durften kurz vorgestellt werden. Der historische Kontext der Entstehung als auch einige Anwendungsbeispiele sollten die Arbeit schließlich abrunden.

Auf Blindtext hatte man also wohl oder übel zu verzichten. Selber schreiben war angesagt: Titel, Vorwort, Headlines, Sublines, die Fließtexte der verschiedenen Kapitel, Bildunterschriften und Kolumnentitel. Und dann das Layout: 16 oder gar mehr Seiten inhaltlich zu füllen, darf man schon als anspruchsvoll bezeichnen.

Wie könnte eine Heftdramaturgie aussehen? Mit welcher Schrift lässt sich die darzustellende Schrift gut präsentieren und kombinieren? Welche Anmutung soll die Broschüre haben? Wie ist der Satzspiegel zu bestimmen? Wie flexibel ist der Gestaltungsraster anzulegen? Wie sind die einzelnen Elemente zu gewichten? Wie gewährleistet man Wiedererkennung einerseits und schafft Abwechselung andererseits? Das sind die Fragen, mit denen sich die Studenten auseinandersetzen sollten.

Ich zeige hier exemplarisch eine sehr gelungene Arbeit von Kim Kira Jessen, die sich für ihr Kompendium die Caecilia ausgesucht hat.

Jessen_Kim_Typkompendium_Caecilia.indd

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Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 5)

September 25, 2013

Wenn die Plakatgestaltung ein 100-Meter-Lauf ist, dann ist die Gestaltung eines Magazins ein halber Marathon. Beide Projekte stehen im dritten Semester im Fach Typografie auf dem Lehrplan der Kunstschule Wandsbek.

Für den Titel, das Editorial (Vorwort), das Inhaltsverzeichnis und mindestens drei Doppelseiten aus dem Inhalt eines fiktiven Magazins hatten die Studenten etwa sechs Wochen Zeit. Es wurde mit Blindtext gearbeitet, lediglich die Headline sollten die Studenten selber texten. Teilweise wurden die Bilder vor Projektbeginn von den Studenten selbst angefertigt.

In einem Einführungsvortrag erläuterte ich zunächst die Grundlagen der Magazingestaltung. Die einzelnen typografischen Elemente und alle wichtigen Fachtermini wurden benannt, erklärt und beispielhaft an verschiedenen Layouts visualisiert.

Der typografische Nachwuchs hatte eine große Menge an Informationen zu verarbeiten. Und naturgemäß stellten sich viele Fragen. Wählt man zwei oder besser drei Spalten? Lassen diese sich womöglich innerhalb eines Gestaltungsrasters kombinieren? Blocksatz oder Flattersatz? Antiqua im Fließtext und eine Grotesk für die Headlines? Oder doch lieber eine Egyptienne? Aber welche? Wie großzügig will man mit dem Weißraum sein? Strebt man ein kompaktes oder ein eher luftiges Layout an? Wie soll das Text-Bild-Verhältnis proportioniert sein? Müssen Pagina und Rubrikentitel in der Größe des Fließtextes gesetzt werden? Welche Funktion haben eigentlich die Zitate? Wie weit weg dürfen die Bildunterschriften vom Bild stehen? Schließlich: muss man als Student wirklich alle fünf Seiten des Briefings — der Dozent hatte es doch nur gut gemeint — lesen?

»Weniger ist mehr« — in zahlreichen Gesprächen warb ich für diese alte Designer-Weisheit. Auch sollten die Studenten ihre gestalterischen Entscheidungen stets begründen können. Manche trennten sich nur schwer von übergroßen Balken für den Rubrikentitel und Seitenzahlen in 48 Punkt Schriftgröße.

Aber auch in diesem Semester waren wieder einige gute Arbeiten dabei. Sie konnten am Tag der offenen Tür begutachtet werden. Exemplarisch zeige ich hier das Layout von Swantje Roersch.

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Swantje Roersch — Magazingestaltung

[1] Das Editorial präsentiert sich als Zweispalter im linksbündigen Flattersatz mit herausgerückter Überschrift.

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Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 4)

März 26, 2013

Auch im Wintersemester 2012/2013 stand für das 3. Semester der Kunstschule Wandsbek in meinem Typografie-Seminar die Gestaltung einiger Magazinseiten auf dem Lehrplan. Ein Dutzend von 75 abgegebenen Arbeiten aus zwei Gruppen konnte der geneigte Besucher am Tag der offenen Tür am 17. März 2013 begutachten.

An solchen Projekten zeigt sich nach meiner Einschätzung besonders gut, wer ein Auge für das typografische Gestalten hat. Um mich nicht zu wiederholen, verweise ich auf die einleitenden Worte in diesem Beitrag — und zeige gleich wieder ein paar Arbeitsproben.
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Layouts von Isabel Mansfeld.
Sie setzte die Vectora (Frutiger, 1990) ein.

Magazingestaltung — Isabel Mansfeld

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Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 3)

September 24, 2012

Dass eine Doppelseite anders anzugehen ist als eine Einzelseite, oder dass ein dreispaltiger Gestaltungsraster andere Optionen bietet als ein zweispaltiger, dieses sollten die Studenten des 3. Semesters der Kunstschule Wandsbek im Fach Typografie erfahren und lernen.

Wie kann man das Text-Bild-Verhältnis spannungsreich gestalten? Wie wichtig ist Weißraum? Wie funktionieren Rhythmus, Proportionen und Kontrast? Woran erkenne ich eine gute Heftdramaturgie? Wie erzielt man eine gute Lesbarkeit?

Konkreter gerfagt: Wie breit müssen die Stege sein? Wie differenziert, gewichtet und organisiert man optimal die Elemente Headline, Einlauftext, Fließtext, Bildunterschriften, Zitate, Rubrikentitel und Pagina?

Diese Fragen mussten bei dem Projekt eines fiktiven Kultur- und Kunstmagazins beantwortet werden. Auf mindestens drei Doppelseiten sollten die Studenten außerdem beweisen, dass sie Schriftwahl, Schriftmischung, Schriftgröße, Laufweite, Auszeichnungen, Zeilenabstand, Spaltenbreite und Spaltenabstand souverän zu bestimmen wissen. Unterzubringen waren eine Reportage, ein Interview und ein Lebenslauf.

Von den knapp 80 abgegebenen Arbeiten will ich die gelungensten hier zeigen und kurz kommentieren. Möglichen Kritikern sei gesagt, dass es sich um Arbeiten von Typo-Anfängern handelt. Studenten im 3. Semester können noch nicht die Erfahrung und Leichtigkeit aufweisen wie ein Profi. Dass die Layouts viele gestalterische Gemeinsamkeiten aufweisen, liegt zum Teil in der Natur der Sache. Schauen Sie also bitte auf die Lösungen im Detail.

Rückblickend fällt auf, dass sich die Studenten ausnahmslos eher an der traditionellen Typografie orientiert haben. Mutige, experimentelle und avantgardistische Ansätze, die dennoch im Sinne einer Lesetypografie funktionieren, waren nicht dabei.

Der Dozent jedenfalls freut sich über die Qualität der hier präsentierten Arbeiten. Und trotz der Schinderei und der nervenaufreibenden Korrekturgespräche hat es ja auch (vielleicht?) ein wenig Spaß gemacht.

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David Kolb hat neben der Pflicht (drei Doppelseiten) auch noch die Kür (Editorial und Inhaltsverzeichnis) geschafft.

David Kolb — Magazingestaltung

[1] Das Editorial kommt als großer Einspalter daher … und füllt daher nicht den kompletten Satzspiegel in der Breite.

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Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 2)

September 24, 2011

Editorialdesign steht für die Studierenden der Kunstschule Wandsbek im sechsten Semester auf dem Lehrplan. Ich wollte von meinen Typografie-Studenten wissen, wie sie bereits im dritten Semester mit einer derart komplexen Layoutaufgabe fertig werden.

Zwei oder mehr Doppelseiten für das fiktive Kunst-Magazin »Wandse« sollten konzipiert und gestaltet werden. Bildmaterial wurde gestellt bzw. konnte frei gewählt werden. Es durfte mit Blindtext gearbeitet werden. Lediglich die Headline sollte selbst formuliert werden. (Das komplette Briefing umfasste zwei DIN-A-4-Seiten.)

Die Studierenden hatten sich mit einer Vielzahl von – gestalterisch-konzeptionellen und vor allem auch satztechnischen – Fragen auseinanderzusetzen. Es seien hier nur einige Stichworte genannt: Heftformat, Satzspiegel und Gestaltungsraster, Seitenfolge (Dramaturgie), Verhältnis von Text zu Bild, Schriftwahl, -größen und -mischungen, Auszeichnungen, Laufweiten, Zeilen- und Spaltenabstände, Farbigkeit …

Untergebracht werden sollten neben einer Anzahl frei zu bestimmender Bilder und dem Fließtext folgende Elemente: ein Rubrikentitel, eine Headline, ein Einlauftext, einige Zitate, Bildunterschriften und die Pagina.

Drei nach meiner Meinung gelungene und zudem sehr unterschiedliche Arbeiten möchte ich hier präsentieren.

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Timo Durst zeigt großformatige Schwarzweiß-Fotografien von Philipp Noel-Richter, bietet ein Heft im Heft und arbeitet mit verschiedenen Papiersorten und -größen.

Timo Durst

Timo Durst: U4 und U1

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Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 1)

Februar 21, 2009

Editorial Design wird im sechsten Semester gelehrt. So steht es im Lehrplan unserer Schule. Natürlich wird in den unteren Semestern auch schon fleißig layoutet. Die Studierenden gestalten Bücher, CD-Booklets, Anzeigen, Plakate, Kataloge und vieles mehr. Als Dozent für Typografie unterrichte ich das zweite und dritte Semester. Etwa zeitgleich lernen die Studierenden das Programm InDesign kennen.

lisa_busch_01

Im laufenden (dritten) Semester hatte ich wieder einmal den Wunsch und den Ehrgeiz, ein komplexeres Projekt anzugehen. Wir wollten ein Magazin gestalten. Der Anspruch war hoch. Als Zwischenergebnis will ich die Arbeit – drei Doppelseiten – einer Studentin zeigen. Und obwohl die Arbeit von Lisa Busch nicht repräsentativ (und auch noch nicht abgeschlossen) ist, macht sie mir Mut.

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