Posts Tagged ‘Johanna Pallmann’

Schriftmuster-Plakate

September 21, 2014

Bei diesem Projekt kamen die Teilnehmer meines Typografie-Seminars des dritten Semesters ganz schön ins Schwitzen. Die Studenten der Kunstschule Wandsbek sollten Plakate gestalten, die jeweils eine Schrift präsentieren. Das Alphabet, die Ziffern und auch einige Sonderzeichen sollten abgebildet werden — und zwar in mindestens sechs Schnitten. Den Charakter der Schrift sollte man durch »irgendwie interessante« Wörter oder Sätze — »Bitte kein Blindtext!« — demonstrieren. Informationen über die Schrift und den Schriftgestalter mussten ebenso recherchiert und untergebracht werden. Wer wollte, konnte erste Erfahrungen mit einem Gestaltungsraster sammeln. Hier zeige ich einige wenige exemplarische Layouts.
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Jana Hansmann

Layout: Jana Hansmann
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Einbandgestaltung

Juni 27, 2014

Nach den doch eher experimentellen Arbeiten forderte ich die Studenten meines Typografieseminars an der Kunstschule Wandsbek mit dem vierten Projekt in diesem Sommersemester nunmehr zur typografischen Bescheidenheit auf. Die Studenten sollten beispielhaft drei Bucheinbände für eine wissenschaftliche Reihe gestalten. Die Paperbacks hatten alle die gleiche Größe, lediglich die Rückenstärke variierte.

Einbandgestaltung — Aufmacher

Es stellten sich sogleich folgende Fragen: Welche Schriften kommen in Frage? Wie gewichtet und platziert man Autor, Titel, gegebenfalls einen Untertitel und das Verlagslogo auf der ersten Umschlagseite? Wie und in welcher Reihenfolge kann man diese Informationen auch auf dem Rücken optimal zur Geltung bringen? Welche Rolle spielen Farben und Elemente wie Linien und Flächen? Sind grafische oder gar illustrative Elemente in einer Reihengestaltung noch angemessen? Wie modern, wie plakativ, wie laut darf ein solcher Entwurf sein?

Nachdem die Studenten einen Blick auf die Arbeiten von Fleckhaus, Willberg, Forssman und anderer Buchgestalter geworfen hatten, ging es ans Werk. Veranschlagt wurden zwei bis drei Unterrichtseinheiten (à 4,5 Stunden). — Hier präsentiere ich eine Auswahl der gelungensten Arbeiten aus dem 3. Semester. (more…)

Kunst? Typografie? Psychologie?

Mai 24, 2014

Dieses Projekt darf man zu Recht als Experiment bezeichnen. Im Typografie-Seminar des dritten Semesters der Kunstschule Wandsbek sollten die Studierenden für drei Unterrichtseinheiten einmal alles vergessen, was sie bisher über gute Lesetypografie gelernt hatten.

Ich forderte sie auf, beliebig auszuwählende Glyphen, Wörter und Sätze auf verschiedene Weisen rücksichtslos zu verfremden und zu zerstören, um sie danach munter auf ebenso abwechslungsreiche Art wieder zusammenzusetzen. Statt Harmonie und Ordnung (siehe »Rapport als Mittel der Komposition«) sollten sie ein organisiertes Chaos auf eine DIN A 1 große Fläche bringen. Und statt einer eindeutigen und klaren inhaltlichen Aussage sollten die komplexen Form- und Farbspiele dem Betrachter vielfältige Rezeptionsangebote eröffnen.
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Johanna Pallmann

Layout: Johanna Pallmann
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Entwicklung einer »Spaßschrift« — einige Skizzen

Mai 2, 2014

Typografie zu praktizieren, das bedeutet zunächst einmal: Schriften nach bestimmten Kriterien auszuwählen und gekonnt anzuwenden. Den Studenten aus meinen Veranstaltungen reicht das oft nicht. Ihnen ist das nicht »kreativ« genug. Sie würden gern einmal selbst eine Schrift entwickeln. Und so gab ich diesmal nach — und bot erstmalig eine Schriftentwicklung an. Klar war auch, dass es sich dabei nicht um eine gut lesbare und für den Mengensatz taugliche Schrift handeln würde. Der Respekt vor den Leistungen der renommierten Schriftgestaltern ist dann doch zu groß …

Kurz: Innerhalb einer Unterrichtseinheit von fünf Stunden sollten die Studenten des 3. Semesters beispielhaft einige Glyphen ihrer »Spaßschrift« aufs Papier bringen. Man bewegte sich — spielerisch, experimentell oder auch analytisch — zwischen Lettering, Konstruktion, modularer Entwicklung aus Einzelelementen, illustrativem Ausflug in die Welt des Gegenständlichen und/oder ihrer Abstraktion. Einiges über Proportionen, Rhythmus, Kontrast und Leserlichkeit konnte gleichwohl gelernt werden.

Natthakanwadi Rajsuchat

Ideenskizze von Natthakanwadi Rajsuchat

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