Posts Tagged ‘Kunst’

Buchstaben versenken

März 7, 2009

Der in Berlin arbeitende und lebende Künster Michael Sailstorfer (*1979) hat sich unter anderem die Alphabetisierung der Meeresbewohner zum Ziel gesetzt … und kettete Styropor-Buchstaben an Betonplatten, um diese dann im Meer zu versenken. Das komplette Alphabet ist hier zu finden. Schööööön.

sailstorfer

Das Kapital – neu interpretiert

Januar 4, 2009

Erstens: Die Diskussionen um eine weltweite Wirtschaftskrise hat gewiss auch der Amsterdamer Typo-Graphic-Designer Janno Hahn (*1980) mitbekommen. Zweitens: Der Dietz-Verlag verkündete Ende Oktober 2008, den Marx-Klassiker »Das Kapital« ausverkauft zu haben.

kapital

Ob Janno Hahn bei der Kreation seines »Kapitals« – ein 25-teiliges (!) Alphabet aus rot angemalten Brettschichtholz-Körpern (Triplex) – von der Krise oder dem Trierer Philosophen und Theoretiker sich hat inspirieren lassen, das weiß ich nicht.

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Dass in einer klassenlosen Gesellschaft allerdings alle Buchstaben gleich seien, das ist ein prima Statement, dass der Niederländer zugleich humorvoll selbst widerlegt. Dieses Spiel – es ist ein Kunstwerk – gehört in jeden Typo-Haushalt!

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Die Typografie zum Tanzen bringen

Januar 4, 2009

ebon_heath

Der in Brooklyn lebende und arbeitende Künstler und Grafiker Ebon Heath hat es sich unter anderem zur Aufgabe gemacht, die Schrift von den Fesseln einer gedruckten Seite zu befreien. In seinem »Typografischen Ballett« bringt er die Schriftzeichen zum Tanzen. »Stereo.type – A Typographical Ballet« hieß denn auch die Ausstellung in der Londoner Galerie Carte Blanche im Sommer letzten Jahres. (Kann man soetwas nicht auch einmal im Musum für Kunst und Gewerbe hier in Hamburg zeigen?) »Stereo.type explodes the written word.« schreibt AllBuyArt. In seinen Wolken aus Wörtern – diesen schwebenden, taumelnden Skulpturen – finden wir Textfetzen aus Musik, Kunst und Religion. Sie verschmelzen zu einer Kakophonie der Sprachen.

ebon_heath

Ganz ohne Typo, aber deshalb aber nicht weniger sehenswert: Heath verleiht der allgegenwärtigen Obamaisierung neue (und alte) Gesichter.