Posts Tagged ‘Typografische Miniaturen’

Typografische Miniaturen (Vol. V)

Juni 19, 2016

Eine Serie von Typocards mit Zitaten von Gestalter-Persönlichkeiten zu entwickeln, das sollte die vierte Übung im Sommersemester 2016 sein. Wie plakativ man auf einer DIN A 6 großen Fläche ein oder zwei Sätze layouten kann, zeigen diese Fingerübungen aus dem dritten Semester.
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Nataly Baginski

Layout: Nataly Baginski. (more…)

Rapport als Mittel der Komposition

April 25, 2014

Die erste Aufgabe im Sommersemester 2014 könnte man als ein »typografisches Warm-up« bezeichnen. Die Studenten des 3. Semesters der Kunstschule Wandsbek sollten den Rapport als Mittel der Komposition erforschen. Keine eindeutige inhaltliche Aussage stand im Zentrum des Interesses, sondern einzig das Spiel mit den Formen einiger Glyphen, die frei zu wählen und anzuordnen waren. Es ging dabei natürlich auch wieder einmal um Kontrast und um Rhythmus. So entstanden auf spielerische und experimentelle Weise einige Muster mit jeweils ganz individuellen Anmutungsqualitäten. Einige will ich hier exemplarisch zeigen.

Rapport — Michael Wassenberg

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Ausgestorben

März 23, 2013

Die alltägliche Aufgabe eines Kommunikationsdesigners besteht oft darin, für ein Projekt – ein Produkt, einen Kunden – eine passende Schrift zu finden. Bei der existierenden Menge an digitalen Fonts ist das selbst für Profis nicht immer ganz leicht. Aber wie führt man Typo-Anfänger überhaupt an diese Aufgabe heran?

Im WS 2012/2013 forderte ich die Studenten des 2. Semesters der Kunstschule Wandsbek zu einer Online-Recherche auf. Einschlägige Websites – und den Schriften-Server der Kunstschule – sollten sie nach geeigneten Schriften durchsuchen. Bei dem Projekt handelte es sich um ein kleines Plakat, genauer gesagt um ein Spiel mit Worten. Nach dem Zufallsprinzip bekam jeder Student einige vom Aussterben bedrohte Wörter – wie zum Beispiel Eintänzer, Junggesellenfrühstück, Hupfdohle, Knutschkugel, Herrengedeck etc. – zugeteilt. Frage: Welche Schrift sieht schon auf den ersten Blick nach Brimborium, Kandelaber oder Pferdeoper aus?

Zunächst sollten sie die Bedeutung des jeweiligen Begriffes recherchieren, um eine kurze Definition zu verfassen. (95% der Begriffe war ihnen naturgemäß unbekannt.) Diese Definition, einige Sätze über die ausgewählte Schrift, den Schriftdesigner, die Begründung ihrer Schriftwahl und nicht zuletzt das vom Aussterben bedrohte Wort selbst sollten auf einer DIN A-3-Seite in einem vorgegebenen Gestaltungsraster layoutet werden.

Die Aufgabe war ein Reflex auf eine Erfahrung, die ich immer wieder in meinen Typografie-Seminaren mache. So manch einer unter den Studenten interessiert sich so sehr für die Form – man nennt es dann Style –, dass er keinen Blick mehr für die Inhalte hat. Dieses Projekt war – wieder einmal – ein Experiment und auch ein Plädoyer für eine willkürfreie Gestaltung. Ob das Experiment erfolgreich war, wird sich vielleicht schon im 3. Semester zeigen …

Hier nun einige ausgewählte Arbeitsproben von …

Eileen Wegner — 2. Semester — Vom Aussterben bedrohte Wörter

Eileen Wegner

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Typo-Miniaturen

März 13, 2011

Für die Typo-Einsteiger des 2. Semesters im Wintersemester 2010/2011 hatte ich mir eine Aufgabe überlegt, die ich »Typo-Miniaturen« nannte. Es ging hierbei nicht konkret um ein Plakat, ein CD-Cover, ein Schild, eine Visitenkarte etc., sondern einzig darum, eine bestimmte Anzahl von Zeichen bzw. Zeilen auf einer Fläche möglichst intelligent anzuordnen.

Berücksichtigt werden sollten Aspekte wie Gewichtung, Hierarchisierung, Proportionierung, Rhythmisierung und Blickführung. Diese »Variationen eines Themas« verlangten von den Studierenden viel Selbstdisziplin und einen langen Atem.

Aufgeteilt in aufeinander aufbauende Phasen (horizontal, vertikal, diagonal) wurde die Komplexität der Auszeichnungsmöglichkeiten (fetter Schriftschnitt, größerer Schriftgrad, Farbe, Versalien, Schriftmischung) und der Gestaltungsmittel Linie und Fläche im Fortgang der Arbeit immer größer.

Ziel dieser Übung war es, dass die Studierenden lernen sollten – es klingt so banal, ist aber doch nie einfach –, ganz bewusst als Typografen zu agieren. Jede gestalterische Entscheidung sollte frei von Willkür und stets begründbar sein. Einige gelungene Arbeiten will ich hier präsentieren.

Nebenbei haben sich die Studierenden mit der Layout-Software Indesign angefreundet.

Typo-Miniaturen

Typo-Miniaturen von Davina von Sobbe-Grimberg, Karolina Waal, Anna-Lena Mewes, Juliane Ollendorf, Sophia Pietsch, Anna Lena Thomsen, Anna Rohland, Samuel Naegele, Marc Smailes und Jens Paulsen.

Noch mehr Typo-Arbeiten aus meinen Typografie-Veranstaltungen gibt es auf flickr zu sehen.

Typografische Miniaturen (Vol. IV)

März 17, 2010

Ob Karl Kraus oder Karl-Heinz Rummenigge, ob William Shakespear oder Loriot – Aphorismen und Sprüche wollten wieder einmal mit typografischen Mitteln inszeniert werden. Einige gelungene Arbeiten aus dem Typografie-Seminar des 2. Semesters der Kunstschule Wandsbek im Wintersemester 2009/2010 sollen der interessierten Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden.

Entwurf von Eileen Gertz

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Typografische Miniaturen (Vol. III)

September 4, 2009

Vor elf Wochen zeigte ich hier einige Ergebnisse der ersten Gruppe meines 2. Semesters. Inzwischen hat auch die zweite Gruppe des Typografie-Seminars der Kunstschule Wandsbek das Projekt abgeschlossen. Es geht bei dieser ersten typografischen Übung darum, einen Aphorismus Einsteins auf einem DIN-A-6-Querformat zu inszenieren – und zwar ausschließlich mit typografischen Mitteln.

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[1] Daniel Snyder

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Typografische Miniaturen (Vol. II)

Juni 20, 2009

Mit sieben Unterrichtseinheiten war das (halbe) Sommersemester in diesem Jahr sehr kurz. In der ersten Fingerübung des 2. Semesters ging es darum, einen Aphorismus Einsteins typografisch zu inszenieren. Nebenbei machten sich die Studierenden mit der Layout-Software InDesign vertraut. Einige der gelungenen Arbeiten will ich hier wieder präsentieren.

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Christian Menzel

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Typografische Miniaturen (Vol. I)

Februar 6, 2009

Typografie wird an unserer Schule ab dem zweiten Semester gelehrt. In den ersten praktischen Übungen geht es mir darum, mit sparsamen Mitteln eine kleine typografische Inszenierung aufs Papier zu bringen. Vor allem Fragen des Kontrastes (groß/klein, fett/mager, breit/schmal, hell/dunkel, positiv/negativ, nah/fern) und der »richtigen« Positionierung stehen im Vordergrund dieser Fingerübung. Vorgegeben waren einige Aphorismen von Friedrich Nietzsche, die Schriftfamilie Univers und eine zweite mögliche Farbe.

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Anna-Lena Rohbeck macht einen Ausflug in die semantische Typografie, lässt einige Buchstaben auf- und abspringen und plädiert so für ein »geordnetes Chaos«.

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