Ein typografisches Kompendium – Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 6)

März 16, 2014

Als letztes Projekt im dritten Semester sollten die Studenten meines Typografieseminars an der Kunstschule Wandsbek eine 16seitige Broschüre gestalten. Die Aufgabe sollte eine gewisse Komplexität aufweisen und die Studenten gleich mehrfach fordern. Es galt, eine Schriftfamilie bzw. Schriftsippe vorzustellen. Als Zielgruppe imaginierten wir interessierte Laien und Typografie-Anfänger.

Um dieses Projekt zu wuppen, waren freilich eigene Recherchen notwendig. In der Fachliteratur und im Web mussten also Informationen über die Schrift selbst, die Klassifikation, die Anzahl der Schnitte, ihre anatomischen Merkmale und Besonderheiten recherchiert werden. Aber auch der Schriftgestalter und/bzw. der Schriftdesigner, der diese Schrift digitalisiert hat, durften kurz vorgestellt werden. Der historische Kontext der Entstehung als auch einige Anwendungsbeispiele sollten die Arbeit schließlich abrunden.

Auf Blindtext hatte man also wohl oder übel zu verzichten. Selber schreiben war angesagt: Titel, Vorwort, Headlines, Sublines, die Fließtexte der verschiedenen Kapitel, Bildunterschriften und Kolumnentitel. Und dann das Layout: 16 oder gar mehr Seiten inhaltlich zu füllen, darf man schon als anspruchsvoll bezeichnen.

Wie könnte eine Heftdramaturgie aussehen? Mit welcher Schrift lässt sich die darzustellende Schrift gut präsentieren und kombinieren? Welche Anmutung soll die Broschüre haben? Wie ist der Satzspiegel zu bestimmen? Wie flexibel ist der Gestaltungsraster anzulegen? Wie sind die einzelnen Elemente zu gewichten? Wie gewährleistet man Wiedererkennung einerseits und schafft Abwechselung andererseits? Das sind die Fragen, mit denen sich die Studenten auseinandersetzen sollten.

Ich zeige hier exemplarisch eine sehr gelungene Arbeit von Kim Kira Jessen, die sich für ihr Kompendium die Caecilia ausgesucht hat.

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Danke!

März 3, 2014

Natürlich sind Webstatistiken immer mit Vorsicht zu genießen, aber über die inzwischen über 100.000 Aufrufe seit Bestehen des Blogs freue ich mich nun doch ein wenig. – Danke, Leser.

statistik

Und nicht weniger erfreulich ist das Suchergebnis von Tante Google, wenn man sie nach »Typografieblog« befragt. Heute, am 3. März 2014 belegt mein Blog zugleich den ersten, fünften, sechsten, siebten und achten Platz. Und das, obwohl hier wochenlang ziemlich tote Hose ist. – Trotzdem: Danke, Google.

Die Algorithmen und der Kollege Zufall

Februar 28, 2014

Interaktive Schriftexperimente zeigt der in München wirkende Designer Daniel Kuhnlein auf seiner Website Standardabweichung. Die mittels HTML, CSS und Javascript erzeugten Glyphen üben auch auf Menschen, die sich ansonsten eher in der alltagstauglichen Lesetypografie beheimatet fühlen, einen besonderen Reiz aus. Erweitert man das Schauen um das Hören einer kongenialen Musik, dann laden die Animationen zu prima Assoziationsspielen ein. So möge man einmal »Chemical Type« zusammen mit Colin Stetsons »To See More Light« auf sich wirken lassen.

standardabweichung

Aus dem typografischen Versuchslabor

Februar 1, 2014

Was passiert, wenn analoge Techniken auf digitale treffen, wenn traditionelles Handwerk und innovatives Denken Hochzeit feiern, das zeigen Stefanie Schwarz and Dirk Wachowiak auf ihrer Website open2type.org auf beeindruckende Weise.

open2type

Vielfältig, überraschend, inspirierend und manchmal auch komisch sind die Exponate aus dem typografischen Versuchslabor und Archiv der beiden Designer. — Liebe Studenten, bitte unbedingt ansehen!

open2type

Typografische Textur

November 9, 2013

Struktur, Muster, Pattern, Rapport, Gewebe, Ornament, Textur — im Spannungsfeld zwischen Chaos und Ordnung, Symmetrie und Asymmetrie, Konstruktion und De(kon)struktion, Dynamik und Statik etc. sollten die Studenten des dritten Semesters der Kunstschule Wandsbek sich bei dieser Aufgabe — ein Warm-up zum nächsten Projekt — bewegen.

Im Fach Typografie standen diesmal nicht die konkreten Inhalte — wie zum Beispiel bei einem Veranstaltungsplakat — im Vordergrund, sondern das typografische Material selbst. Experimentell als auch analytisch sollten die Studenten sich den Buchstaben, Ziffern, Satz- und Sonderzeichen nähern. Drei Wochen Zeit hatten die Nachwuchskreativen, um an der Komplexität ihres Typo-Teppichs zu weben. Die einzusetzende Schrift und die Farbigkeit waren frei zu wählen. 24 gelungene Arbeiten will ich hier zeigen.

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Typo-Textur von Jana Grabau

[1] Gestaltung: Jana Grabau

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Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 5)

September 25, 2013

Wenn die Plakatgestaltung ein 100-Meter-Lauf ist, dann ist die Gestaltung eines Magazins ein halber Marathon. Beide Projekte stehen im dritten Semester im Fach Typografie auf dem Lehrplan der Kunstschule Wandsbek.

Für den Titel, das Editorial (Vorwort), das Inhaltsverzeichnis und mindestens drei Doppelseiten aus dem Inhalt eines fiktiven Magazins hatten die Studenten etwa sechs Wochen Zeit. Es wurde mit Blindtext gearbeitet, lediglich die Headline sollten die Studenten selber texten. Teilweise wurden die Bilder vor Projektbeginn von den Studenten selbst angefertigt.

In einem Einführungsvortrag erläuterte ich zunächst die Grundlagen der Magazingestaltung. Die einzelnen typografischen Elemente und alle wichtigen Fachtermini wurden benannt, erklärt und beispielhaft an verschiedenen Layouts visualisiert.

Der typografische Nachwuchs hatte eine große Menge an Informationen zu verarbeiten. Und naturgemäß stellten sich viele Fragen. Wählt man zwei oder besser drei Spalten? Lassen diese sich womöglich innerhalb eines Gestaltungsrasters kombinieren? Blocksatz oder Flattersatz? Antiqua im Fließtext und eine Grotesk für die Headlines? Oder doch lieber eine Egyptienne? Aber welche? Wie großzügig will man mit dem Weißraum sein? Strebt man ein kompaktes oder ein eher luftiges Layout an? Wie soll das Text-Bild-Verhältnis proportioniert sein? Müssen Pagina und Rubrikentitel in der Größe des Fließtextes gesetzt werden? Welche Funktion haben eigentlich die Zitate? Wie weit weg dürfen die Bildunterschriften vom Bild stehen? Schließlich: muss man als Student wirklich alle fünf Seiten des Briefings — der Dozent hatte es doch nur gut gemeint — lesen?

»Weniger ist mehr« — in zahlreichen Gesprächen warb ich für diese alte Designer-Weisheit. Auch sollten die Studenten ihre gestalterischen Entscheidungen stets begründen können. Manche trennten sich nur schwer von übergroßen Balken für den Rubrikentitel und Seitenzahlen in 48 Punkt Schriftgröße.

Aber auch in diesem Semester waren wieder einige gute Arbeiten dabei. Sie konnten am Tag der offenen Tür begutachtet werden. Exemplarisch zeige ich hier das Layout von Swantje Roersch.

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Swantje Roersch — Magazingestaltung

[1] Das Editorial präsentiert sich als Zweispalter im linksbündigen Flattersatz mit herausgerückter Überschrift.

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Plakate für eine Plakatausstellung

August 30, 2013

Es ist mal wieder an der Zeit, einige gelungene Arbeiten aus dem Typografie-Seminar des dritten Semesters zu zeigen. Die Studenten der Kunstschule Wandsbek sollten im Sommersemester 2013 ein Plakat für eine — leider nur fiktive — Plakatausstellung gestalten. Das Format und ein verbindliches Textmanuskript waren vorgegeben, nicht mehr.

Alisha Boettcher — Plakat — Typo & So

Layout: Alisha Boettcher

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Mit dem Typografie-Seminar ins Mediadruckwerk

August 18, 2013

Am 15. August besuchte ich mit dem Typografie-Seminar des dritten Semesters der Kunstschule Wandsbek das Mediadruckwerk in Altona. Betriebsleiter Dirk Bräuer führte uns durch die verschiedenen Produktionsbereiche des Unternehmens: die Vorstufe, den Bogen-Offsetdruck, den Digitaldruck, die Veredelung und die Weiterverarbeitung. Dank an Dirk und die Kollegen im Rondenbarg.

Mit dem Typografie-Seminar ins Mediadruckwerk

Alle Bilder der Exkursion zeige ich hier.

Typo-Kalender (6)

Mai 3, 2013

Als Warm-up stand zu Beginn des Sommersemesters 2013 wieder die Gestaltung eines Kalenderblattes auf dem Lehrplan. Die Studierenden des dritten Semesters der Kunstschule Wandsbek sollten mit rein typografischen Mitteln – also ohne den Einsatz von Illustrationen oder Fotografien – ein Kalenderblatt für einen Monat ihrer Wahl gestalten.

Und so konnte ich tatsächlich einige unserer Nachwuchs-Kreativen davon überzeugen, dass die Anfertigung von Ideenskizzen zu Beginn eines Projektes durchaus eine sinnvolle Tätigkeit darstellt. Manche hatten – wenn meine Wahrnehmung mich nicht getäuscht hat – sogar Spaß daran.

In unzähligen Feedback-Runden versuchte ich, ihnen die Bedeutung der Begriffe Hierarchie, Rhythmus und Proportion für die Gestaltung zu erläutern. — Die besten Kalenderblätter aus den beiden Gruppen will ich hier zeigen.

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Max Jalost — Marie Hauner

Layouts von Max Jalost und Marie Hauner

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Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 4)

März 26, 2013

Auch im Wintersemester 2012/2013 stand für das 3. Semester der Kunstschule Wandsbek in meinem Typografie-Seminar die Gestaltung einiger Magazinseiten auf dem Lehrplan. Ein Dutzend von 75 abgegebenen Arbeiten aus zwei Gruppen konnte der geneigte Besucher am Tag der offenen Tür am 17. März 2013 begutachten.

An solchen Projekten zeigt sich nach meiner Einschätzung besonders gut, wer ein Auge für das typografische Gestalten hat. Um mich nicht zu wiederholen, verweise ich auf die einleitenden Worte in diesem Beitrag — und zeige gleich wieder ein paar Arbeitsproben.
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Layouts von Isabel Mansfeld.
Sie setzte die Vectora (Frutiger, 1990) ein.

Magazingestaltung — Isabel Mansfeld

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Ausgestorben

März 23, 2013

Die alltägliche Aufgabe eines Kommunikationsdesigners besteht oft darin, für ein Projekt – ein Produkt, einen Kunden – eine passende Schrift zu finden. Bei der existierenden Menge an digitalen Fonts ist das selbst für Profis nicht immer ganz leicht. Aber wie führt man Typo-Anfänger überhaupt an diese Aufgabe heran?

Im WS 2012/2013 forderte ich die Studenten des 2. Semesters der Kunstschule Wandsbek zu einer Online-Recherche auf. Einschlägige Websites – und den Schriften-Server der Kunstschule – sollten sie nach geeigneten Schriften durchsuchen. Bei dem Projekt handelte es sich um ein kleines Plakat, genauer gesagt um ein Spiel mit Worten. Nach dem Zufallsprinzip bekam jeder Student einige vom Aussterben bedrohte Wörter – wie zum Beispiel Eintänzer, Junggesellenfrühstück, Hupfdohle, Knutschkugel, Herrengedeck etc. – zugeteilt. Frage: Welche Schrift sieht schon auf den ersten Blick nach Brimborium, Kandelaber oder Pferdeoper aus?

Zunächst sollten sie die Bedeutung des jeweiligen Begriffes recherchieren, um eine kurze Definition zu verfassen. (95% der Begriffe war ihnen naturgemäß unbekannt.) Diese Definition, einige Sätze über die ausgewählte Schrift, den Schriftdesigner, die Begründung ihrer Schriftwahl und nicht zuletzt das vom Aussterben bedrohte Wort selbst sollten auf einer DIN A-3-Seite in einem vorgegebenen Gestaltungsraster layoutet werden.

Die Aufgabe war ein Reflex auf eine Erfahrung, die ich immer wieder in meinen Typografie-Seminaren mache. So manch einer unter den Studenten interessiert sich so sehr für die Form – man nennt es dann Style –, dass er keinen Blick mehr für die Inhalte hat. Dieses Projekt war – wieder einmal – ein Experiment und auch ein Plädoyer für eine willkürfreie Gestaltung. Ob das Experiment erfolgreich war, wird sich vielleicht schon im 3. Semester zeigen …

Hier nun einige ausgewählte Arbeitsproben von …

Eileen Wegner — 2. Semester — Vom Aussterben bedrohte Wörter

Eileen Wegner

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Plakate für Max Goldt

November 25, 2012

Neben dem Editorial-Langzeitprojekt über die Dauer eines Semesters plante ich für das Typografie-Seminar im dritten Semester vier »Typo-Quickies«. Innerhalb von ein bis zwei Unterrichtseinheiten sollten Plakate angefertigt werden.

An »Typo-Quickie Nr. 1«, einem Plakat für eine Landwirtschaftsmesse, bissen sich die Studierenden die Zähne aus.

»Typo-Quickie Nr. 2« war ein Plakat für fiktive Veranstaltung mit Max Goldt. Der Schriftsteller war den Studierenden bis dahin ein Unbekannter. Ich kenne Goldt seit »[Aus] Onkel Max’ Kulturtagebuch« (Titanic) und lese ihn auch heute noch gelegentlich ganz gern. Um so mehr war ich gespannt, welchen Zugang meine Studenten zu diesem Thema finden würden.

Die Studierenden der Kunstschule Wandsbek hatten sich bei diesem Schnellschuss mit Fragen der Schriftwahl und Schriftmischung ebenso auseinanderzusetzen wie mit den Fragen der Gewichtung und Proportionierung der einzelnen Elemente. Einzige Vorgabe war es, kein Portrait des Schriftstellers zu bringen. Von den etwa 80 Arbeiten will ich hier die gelungensten zeigen.

Max-Goldt-Plakate

Layouts: Seyma Tasci und Cagdas Yasar

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Typographische Monatsblätter 1960—1990

Oktober 28, 2012

Typografische Titel-Gestaltungen aus mehreren Jahrzehnten gibt es auf dieser Website zu entdecken. Schweizer Typografie in seiner schönsten Form. Die Fachzeitschrift für Typografie, Schrift und Gestaltung wurde 1933 gegründet … und existiert heute noch.

Typographische Monatsblätter 1960—1990

Man beachte zum Beispiel die Arbeiten von Wolfgang Weingart aus den 1970er Jahren.

Typecache

Oktober 28, 2012

Auf der Website Typecache werden über 400 Typefoundries bzw. Schriftgestalter vorgestellt. Neben Schriftbeispielen und Links zu den Anbietern gibt es auch Interviews und einige Videos. Eine Empfehlung auch für meine Studenten.

typecache

Ärztlicher Kunstfehler?

September 28, 2012

Nach langer Zeit gibt es mal wieder ein Typo-Such-Bild. Wo hat sich der Fehler diesmal eingeschlichen?

Medizinhistorisches Museum Hamburg — Michael Wassenberg — www.butschinsky.de

Für Laien — und Leser der Süddeutschen Zeitung — ist er wohl nur schwer zu entdecken. Dem geschulten Auge des Typografen hingegen bleibt er nicht verborgen.

Medizinhistorisches Museum Hamburg — Michael Wassenberg — www.butschinsky.de

Bei den meisten Groteskschriften ist der obere Querbalken des Z aus statischen Gründen schmaler als der untere. Dieses Z steht also offensichtlich auf dem Kopf.

Der Besuch des Medizinhistorischen Museums Hamburg (auf dem Gelände des UKE) lohnt sich übrigens. Besonders eindrucksvoll ist der Sektionssaal.

PS: Der Freundes- und Förderkreis des UKE reagierte auf meinen Hinweis prompt. Inzwischen steht das Z richtig herum.

Magazin-Gestaltung im 3. Semester (Vol. 3)

September 24, 2012

Dass eine Doppelseite anders anzugehen ist als eine Einzelseite, oder dass ein dreispaltiger Gestaltungsraster andere Optionen bietet als ein zweispaltiger, dieses sollten die Studenten des 3. Semesters der Kunstschule Wandsbek im Fach Typografie erfahren und lernen.

Wie kann man das Text-Bild-Verhältnis spannungsreich gestalten? Wie wichtig ist Weißraum? Wie funktionieren Rhythmus, Proportionen und Kontrast? Woran erkenne ich eine gute Heftdramaturgie? Wie erzielt man eine gute Lesbarkeit?

Konkreter gerfagt: Wie breit müssen die Stege sein? Wie differenziert, gewichtet und organisiert man optimal die Elemente Headline, Einlauftext, Fließtext, Bildunterschriften, Zitate, Rubrikentitel und Pagina?

Diese Fragen mussten bei dem Projekt eines fiktiven Kultur- und Kunstmagazins beantwortet werden. Auf mindestens drei Doppelseiten sollten die Studenten außerdem beweisen, dass sie Schriftwahl, Schriftmischung, Schriftgröße, Laufweite, Auszeichnungen, Zeilenabstand, Spaltenbreite und Spaltenabstand souverän zu bestimmen wissen. Unterzubringen waren eine Reportage, ein Interview und ein Lebenslauf.

Von den knapp 80 abgegebenen Arbeiten will ich die gelungensten hier zeigen und kurz kommentieren. Möglichen Kritikern sei gesagt, dass es sich um Arbeiten von Typo-Anfängern handelt. Studenten im 3. Semester können noch nicht die Erfahrung und Leichtigkeit aufweisen wie ein Profi. Dass die Layouts viele gestalterische Gemeinsamkeiten aufweisen, liegt zum Teil in der Natur der Sache. Schauen Sie also bitte auf die Lösungen im Detail.

Rückblickend fällt auf, dass sich die Studenten ausnahmslos eher an der traditionellen Typografie orientiert haben. Mutige, experimentelle und avantgardistische Ansätze, die dennoch im Sinne einer Lesetypografie funktionieren, waren nicht dabei.

Der Dozent jedenfalls freut sich über die Qualität der hier präsentierten Arbeiten. Und trotz der Schinderei und der nervenaufreibenden Korrekturgespräche hat es ja auch (vielleicht?) ein wenig Spaß gemacht.

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David Kolb hat neben der Pflicht (drei Doppelseiten) auch noch die Kür (Editorial und Inhaltsverzeichnis) geschafft.

David Kolb — Magazingestaltung

[1] Das Editorial kommt als großer Einspalter daher … und füllt daher nicht den kompletten Satzspiegel in der Breite.

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Plakate

Juni 27, 2012

Auch im Sommersemester 2012 stand wieder die Konzeption und Gestaltung eines Plakates auf dem Lehrplan. Innerhalb von vier Wochen sollten die Studierenden des dritten Semesters der Kunstschule Wandsbek ein Veranstaltungsplakat, eine »Homage to a Typeface« oder ein Kalenderblatt entwerfen. Einige der besten Arbeiten sollen hier gezeigt werden.

Laura Steindorf

Ein Veranstaltungsplakat von Laura Steindorf

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Veranstaltungsplakate

Februar 12, 2012

Von jedem Studenten sollten zwei Plakate gestaltet werden. Vier Themen standen zur Auswahl. Allerdings konnte man sich auch selbst ein Thema suchen. Im Angebot waren eine Ausstellung »Zur Aktualität von Kasimir Malewitsch«, eine Lesung des »Briefwechsels zwischen Thomas Bernhard und Siegfried Unseld«, ein Konzert der Musikerin Erika Stucky und eine Dackel-Messe. In einem Fall galt die Restriktion, nur mit zwei Farben und ohne Bilder oder Illustrationen arbeiten zu dürfen. Im zweiten Fall gab es keinerlei Einschränkungen.

Aus insgesamt etwa 160 Plakaten habe ich die – nach meiner Einschätzung – besten Plakate hier einmal zusammengestellt. Die Studenten freuen sich über Feedback.

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Das Schwarze Quadrat · Zur Aktualität von Kasimir Malewitsch

Mats Thomsen und Franziska Boelke

Layouts: Mats Thomsen und Franziska Boelke

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Schriften identifizieren

Dezember 29, 2011

Sowohl der Kommunikationsdesign-Student im 2. Semester als auch der berufserfahrene Typograf stehen oftmals vor der Aufgabe, eine Schrift identifizieren zu müssen. Man mag nun 50, 100, 300 oder noch mehr Schriften mühelos identifizieren können und ihre Namen kennen – die jeweils aktuell gesuchte Schrift ist häufig nicht dabei.

Was tun? Nun könnte man einen klügeren Kommilitonen oder Kollegen fragen, wenn diese nicht gerade beim Kunden, in der Mittagspause oder im Urlaub wären. Hm, man kann aber auch einige der segensreichen Errungenschaften unserer Zeit für sich nutzbar machen. Hier sind drei Schrifterkennungsmaschinen, die hilfreiche Dienste leisten.

MyFonts

WhatTheFont scheint mir der bekannteste Vertreter zu sein. Man lädt ein Beispielbild – eine Textzeile aus der gesuchten Schrift – in einer möglichst guten Qualität von der eigenen Festplatte oder auch direkt aus dem World Wide Web hoch, und die Maschine spuckt einige Vorschläge aus. Das klappt schon mal ganz gut. Aber leider eben auch nicht immer.

WhatFontis arbeitet augenscheinlich sehr ähnlich. In einem Vergleichstest mit WhatTheFont vermag dieses Tool den Suchenden zu überzeugen. Es präsentiert nicht nur die richtige Lösung, sondern offeriert zugleich eine große Anzahl möglicher Alternativen. Unter ihnen befinden sich auch etliche Freefonts.

Identifont

Identifont funktioniert anders. Hier ist mehr Mitarbeit seitens des Suchenden gefordert. So kann man sich über die Beschreibung einzelner anatomischer Eigenschaften ausgewählter Zeichen an die zu findende Schrift herantasten. Oder man versucht über die Ähnlichkeit mit einigen Schriftklassikern das Rätsel zu lösen.

Alle Webseiten sind natürlich noch viel komplexer und bieten zahlreiche Features, die der geneigte User hiermit selbst zu erforschen eingeladen ist.


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