Einige Kalenderblätter

November 25, 2017

Die Studenten des dritten Semesters der Kunstschule Wandsbek sollten im WS 2017/2018 ein Kalenderblatt im DIN A-3-Format – hoch oder quer – gestalten. Die Bildmotive wurden gestellt, der Einsatz des Tabellenwerkzeugs im Layoutprogramm Indesign war obligatorisch. Platz für mögliche Termin-Eintragungen musste nicht freigehalten werden.

Von den Teilnehmern meines Typografieseminars waren gleich mehrere Fragen zu beantworten: Wie sollen die einzelnen Elemente hierarchisiert werden? Wie soll das Kalendarium organisiert, proportioniert und rhythmisiert werden? Und wie lassen sich die Feiertage integrieren? Welches Format ist für das Bild zu wählen? Wie gehen Text, Bild und eine Hintergrundfarbe zusammen?

Aus allen drei Studentengruppen darf ich eine Auswahl an Arbeiten präsentieren, die bei allen mehr oder weniger vorhandenen Gemeinsamkeiten in der Gestaltung mit jeweils feinen Unterschieden in den typografischen Details punkten konnten. – Ein Klick auf das Bild zeigt eine größere Darstellung in einem neuen Fenster.
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Angelica Celine Torres

In Angelica Celine Torres’ sehr lebendigem Layout fällt zunächst das ungewöhnliche Bildformat auf. Das leuchtende Rot des Monatsnamens, gesetzt in der schmalen und extra fetten Fago Pro, bildet einen schönen Farbkontrast zur Schwarzweißfotografie. Keine einzige Zeile verläuft horizontal, die Feiertage sind frech ins Bildmotiv gesetzt. Dieses Layout bietet vielfältige Variationsmöglichkeiten, um einen ganzen Jahreskalender gestalten zu können. Den Rest des Beitrags lesen »

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Besser warten

Oktober 28, 2017

Typografische Erfahrungen sammeln meine Studenten meist durch Aufgaben, die ich mir ausdenke. Sie entwickeln Kalenderblätter, Plakate, Postkarten, Magazine, Bucheinbände, CD-Cover etc.

Gelegentlich bietet sich aber auch die Möglichkeit, an realen Aufträgen zu arbeiten. So konnten die Studenten des zweiten Semesters bereits im Sommer 2017 an einem Plakat-Wettbewerb der Stadt Hamburg teilnehmen.

Hintergrund: Das Publikum der über zwei Dutzend Kundenzentren in der Hansestadt ist ob der zeitweilig auftretenden Wartezeiten manchmal frustriert, verhält sich in einigen Fällen gar aggressiv gegenüber den Mitarbeitern der Behörde.

Die Plakate wollen die Wartezeit verkürzen, die Stimmung von Besuchern und Mitarbeitern aufhellen oder auch nur für mehr Verständnis werben. Sieben der insgesamt 18 abgegebenen Layouts will ich hier zeigen. Ein Mausklick auf das jeweilige Plakat zeigt eine vergrößerte Darstellung.
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Darya Sharbat Dar

[1] Darya Sharbat Dar versucht, einen Wutausbruch mit den Mitteln des autogenen Trainings zu verhindern. Eine Geschichte mit Happy End und eine Introspektion mit typografischen Auszeichnungen.
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Porträts aus Glyphen

Oktober 23, 2017

Als kleines Warm-up zum Semesterbeginn sollten die Studenten meines Typografie-Seminars an der Kunstschule Wandsbek ein Porträt – bestehend aus den Glyphen einer Schriftfamilie – »zeichnen«. Die Zeichen durften beliebig skaliert und gedreht, aber nicht verzerrt werden.

Nicht ging es darum, eine existierende und womöglich prominente Figur möglichst realistisch zu porträtieren, vielmehr sollten phantasievoll einige Charakterköpfe entstehen. Ein zum Porträt passender Bilderrahmen und eine Namensangabe sollten das Werk komplettieren.

Das Studium anatomischer Details der ausgesuchten Schrift war das intendierte Lernziel dieser kleinen Fingerübung.
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Katharina Erdlenbruch

[01] Gestaltung: Katharina Erdlenbruch · Schrift: Unit Slab Pro

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Grabmal Claus Böhmler

Oktober 8, 2017

Grabmal Claus Böhmler

Claus Böhmler war ein deutscher Bildender Künstler, Zeichner und Medienkünstler. Er – übrigens ein Beuys-Schüler – lehrte über 30 Jahre an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Böhmler starb im Februar 2017 und wurde in Ohlsdorf begraben.

Wer auch immer die zwei Zeilen aus der kursiven Futura auf seinem Grabstein zu verantworten hat, ein Freund der Typografie war es wohl nicht. Ohne Not wurde das Ö verkleinert, damit es inklusive Ö-Punkte jetzt so groß ist wie die anderen Buchstaben. Dass mit der Verkleinerung des Buchstabens Ö auch seine Strichstärke eine geringere geworden ist, wurde dabei ignoriert. Das Ö wirkt nunmehr wie ein Fremdkörper in der Zeile.

Dass es auch anders und vor allem besser geht, wissen die Schriftenprofis natürlich. So bietet zum Beispiel das Schriften-Label CJ Type des New Yorker Designers CJ Dunn seinen 2016 erschienenen Font Dunbar – eine ziemlich beeindruckende Neuinterpretation der Schrift Erbar aus dem Jahr 1926 – mit einigen alternativen Glyphen an. So lassen sich professionell unerwünschte Kollisionen bei mehrzeiligen Überschriften mit sehr geringem Zeilenabstand vermeiden.

Bild-Quelle: http://cjtype.com/dunbar/index.html
(aufgerufen am 8. Oktober 2017)

Frische Möbel

Oktober 6, 2017

Frische Möbel

Hamburg, Nedderfeld – bei M-Extra gab es früher schöne Designer-Möbel.

Seitenscheibenplakate

August 25, 2017

Das Sommersemester 2017 ist ein wenig schleppend angelaufen. Die Studenten im dritten Semester tun sich schwer mit typografischen Gestaltungsaufgaben. Im dritten Semester wollte ich mal wieder einige Seitenscheibenplakate, wie man sie in U-Bahnen häufig sieht, mit ihnen entwerfen. Das extreme Querformat hat natürlich seine Tücken. Wie auch immer, drei gelungene Entwürfe darf ich hier zeigen. — Mit einem Klick auf die Abbildungen werden diese vergrößert angezeigt.

Layout: Valeria Winter

Valeria Winter setzt in ihrem Layout die Fage Condensed und Ultra Black ein. Rhythmisch geschickt spielt der große Vierzeiler im Versalsatz mit den drei kleinen Dreizeilern. Ein deutlicher Kontrast in Gewicht und Dickte sowie die auffällige Farbigkeit lassen das Plakat attraktiv erscheinen.

Svenja Lukassen setzt ebenfalls auf einen starken Größenkontrast der Schriften. Weniger verspielt und eher die Harmonie einer Mittelachsenkomposition suchend, bringt sie auf der kleinen Fläche gedeckte Farben und gleich vier Schnitte der Clan unter.

Mit vier Schnitten der Dax und einem satten Gelb wirbt schließlich Lara Härtl in einem ausgewogenen asymmetrischen Layout für den Fahrradflohmarkt. Eine piktogrammartige und randabfallende Illustration unterstützt die Aussage des Plakates.

Plakate

März 16, 2017

Auch im Wintersemester 2016/2017 sollten die Studenten meines Typografie-Seminars im 3. Semester an der Kunstschule Wandsbek wieder einige Plakate gestalten. Hauptsächlich wurden Layouts für fiktive kulturelle Veranstaltungen entworfen. Die besten Arbeiten darf ich hier zeigen.
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Janice Czyppull

Layout: Janice Czyppull
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Plakate für eine Fotografie-Ausstellung

September 9, 2016

Ein Plakat für eine (leider nur fiktive) Ausstellung von Fotografien des in Berlin lebenden Fotografen Noel Richter stand als vorletztes Projekt auf dem Lehrplan des dritten Semesters.

Wie gehen Schrift und Bild zusammen? Wie sehr darf Schrift ein Bild beeinträchtigen, stören oder gar dominieren? Wie lassen sich die unterschiedlichen Textelemente hierarchisch sinnvoll gliedern? Wie viele Schriftgrößen und -gewichte braucht man? Wie viel Versalsatz ist dem Betrachter zuzumuten? Welche Schriftmischungen machen die Gestaltung noch ansprechender? Welche Chancen bietet die Arbeit mit einem Gestaltungsraster? Und was verrät die Tonalität des Plakates über das Temperament des Galeristen?

Mit diesen und anderen Fragen haben sich die Studenten meines Typografieseminars an der Kunstschule Wandsbek im Sommersemester 2016 auseinandergesetzt – und eine Menge möglicher Anworten gefunden. Aber schauen Sie bitte selbst.
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Linda Hilck

[1] Layout: Linda Hilck · Schrift: Oswald
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Rothenbaumchaussee 215

August 21, 2016

Rothenbaumchaussee 215

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Modische Frisuren

August 3, 2016

Modische Frisuren

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Im Hamburger Schanzenviertel

Juli 16, 2016

Paul Huber & Söhne

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Typo-Kalender (7)

Juni 24, 2016

Nach dreijähriger Abstinenz habe ich im Sommersemester 2016 mal wieder eine Kalenderblattgestaltung auf den Lehrplan gesetzt. Die Studenten des dritten Semesters der Kunstschule Wandsbek sollten in ihrer fünften Übung herausfinden, wie sie mit den Wochentagen und den Kalenderwochen eine Fläche rhythmisieren. Eine allzu konventionelle Darstellung des Kalendariums in Spalten und Zeilen sollte überwunden werden. Das Kalenderblatt musste kein Terminplaner mit Raum für Notizen sein. Lesbarkeit hingegen war auch hier erwünscht.
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Katharina Kisch

Layout: Katharina Kisch. Den Rest des Beitrags lesen »

Typografische Miniaturen (Vol. V)

Juni 19, 2016

Eine Serie von Typocards mit Zitaten von Gestalter-Persönlichkeiten zu entwickeln, das sollte die vierte Übung im Sommersemester 2016 sein. Wie plakativ man auf einer DIN A 6 großen Fläche ein oder zwei Sätze layouten kann, zeigen diese Fingerübungen aus dem dritten Semester.
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Nataly Baginski

Layout: Nataly Baginski. Den Rest des Beitrags lesen »

Kleine typografische Inszenierungen

Mai 28, 2016

Aufgabe der dritten Übung im Sommersemester 2016 war es für meine Studenten an der Kunstschule Wandsbek, ein vom Aussterben bedrohtes Wort typografisch zu inszenieren. Die Wörter wurden nach dem Zufallsprinzip zugeteilt. Zunächst musste die Bedeutung des Wortes recherchiert werden. Dann galt es, eine angemessene Art der Inszenierung zu finden. Es entstanden eigene Texte und Layoutideen. Mit Indesign wurden die Typo-Miniaturen, die sich zwischen semantischer Typografie und Editorialdesign bewegen, dann innerhalb von zwei Unterrichtseinheiten aufs Papier gebracht.

Diese Übung hatte einen Komplexitätsgrad erreicht, der von den Studenten oftmals unterschätzt wurde. Schnell zeigte sich, wer in den Theorie-Vorlesungen aufgepasst hatte. In vielen den Prozess begleitenden Feedbackgesprächen wurden dann auch vor allem mikrotypografische Fragen intensiv diskutiert. Wie ist das Verhältnis von gestalteter Fläche zum Negativraum zu bestimmen? Wie funktioniert ein Satzspiegel? Was lässt sich beim Mengensatz über das Zusammenspiel von Schriftgröße, Laufweite, Zeilen- und Spaltenabstand aussagen? Wie organisiert man Texthierachien?

Einige gelungene Arbeiten sollen hier wieder gezeigt werden. Über die orthografischen, grammatischen und stilistischen Eigenwilligkeiten der Nachwuchskreativen möge der Leser wohlwollend hinwegsehen.
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Linda Hilck

Layout von Linda Hilck Den Rest des Beitrags lesen »

Ein Buchstabe — 50 Glyphen

Mai 5, 2016

Auch die zweite Fingerübung im Sommersemester 2016 war eine reine Formenspielerei. Aufgabe war es, 50 unterschiedliche und frei zu wählende grafische Darstellungen eines Schriftzeichens auf einem DIN A-1-Hochformat mit ordnender Hand zu platzieren. Die nicht zu modifizierenden Glyphen mussten benannt werden und sollten einander nicht berühren. Der Einsatz von Farbe war möglich. Die Studenten entwickelten dabei ihre je eigenen Ordnungsprinzipien. — Mit einem Mausklick auf die Grafik lassen sich diese jeweils vergrößern.
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Mareika Dubbels

Fingerübung von Mareike Dubbels Den Rest des Beitrags lesen »

Glyphen-Rapport

April 24, 2016

Diese Fingerübung zu Beginn des Sommersemesters 2016 machte ich mit den Teilnehmern meines Typografie-Seminars an der Kunstschule Wandsbek. Aus maximal fünf verschiedenen Glyphen (Buchstaben, Ziffern, Sonderzeichen) sollten die Studenten des dritten Semesters durch geschickte Auswahl und Anordnung abwechslungsreiche Muster erstellen.

Drei dieser Muster sollten anschließend auf einem Poster im DIN A-1-Format präsentiert werden. Ziel dieser Übung war es, sich noch einmal die Bedeutung der Begriffe Proportion, Rhythmus und Kontrast zu vergegenwärtigen. Wenige ausgewählte Arbeiten zeige ich hier. — Mit einem Mausklick auf die Grafik lassen sich diese jeweils vergrößern.
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Alicia Kruckow

Fingerübung von Alicia Kruckow · Den Rest des Beitrags lesen »

Vorsicht

April 1, 2016

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Rauchen verboten

April 1, 2016

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